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OpenVMS: Reflexionen über die ersten 35 Jahre
Allgemein - 29-Oct-2012 17:17 UTC
von Tom Cafarella

Die Maynard Mill war der Geburtsort von VMS. Stellen Sie sich vor, Sie sollten in einem Jahrhunderte alten Wollfabrik-Komplex an einem modernen Softwareprodukt arbeiten. Über das Lanolin hinaus, das aus dem Holzfußboden in die Löcher in der Wand meines Arbeitsplatzes sickerte (die von einem Gabelstapler stammten), hatte die "Mill" einen ganz eigenen Charakter. Es gibt da so eine Geschichte, dass sie von einem unserer angesehensten Engineers als Übungswand zum Klettern benutzt wurde.

Die Dinge besserten sich, als wir in ein ehemaliges Einkaufszentrum umzogen, und die Räume bezogen, die vorher der Caldor Department Store waren.

Aber am Allerbesten wurde es, als wir uns unsere eigene Anlage in Nashua (New Hampshire) bauten, die liebevoll "Spitbrook" genannt wurde. Sie war ein toller Ort, um Software zu entwickeln (und nicht nur, weil jede denkbare Fastfood-Kette in nur 5 Minuten erreichbar war). Wir nahmen das Gebäude auf zwei Arten in Besitz, die ganz unserer Natur entsprachen. Zum einen benannten wir alle Konferenzräume nach Computer-Pionieren (nachdem wir die Verwendung von Eissorten verworfen hatten), was sich als fantastische Idee herausstellte. Keiner, der in Spitbrook arbeitete, hatte eine Entschuldigung dafür, die großen Erfinder unserer Industrie nicht zu kennen. In jedem Raum hing eine ziemlich ausführliche Biographie. Ich habe immer noch diejenige aus dem "Fred Brooks"-Raum. Wenn Sie mit dem Namen nichts anfangen können, schlagen Sie ihn nach - das Software-Engineering verdankt ihm viel. Und: nach diesen vielen Jahren kann ich jetzt Eratosthenes buchstabieren.

Zum anderen schufen wir unser eigenes Kunstwerk am Spitbrook-Haupteingang. Es bestand aus einer Reihe senkrechter schwarzer und weißer Balken in zwei Reihen, die, wenn man sie als ASCII-kodiert ansah, "Digital Software Engineering" ergaben.

Allerdings ergab sich durch Zufall, dass die erste Zeile sich "Digital Softwa" las und die zweite "Reengineering". Hoppla. Später wurde es zu "Customers Win When We Deliver" geändert, aber der originale Schriftzug lebt auf orangefarbenen T-Shirts fort, die Sie vielleicht schon bei einem Bootcamp gesehen haben.

Bei all dem Stress, der mit Software-Projekten einhergeht, ist ein ausgeprägter Sinn für Humor ein absolutes Muß. Wir hatten unseren Anteil daran. Ich erinnere mich an das Comic-Buch "CPU Wars" von einem unserer kreativeren Engineers (googlen Sie es!). Und die Aprilscherz-Mitteilungs-Bibiothek, die alle VMS-Fehlermeldungen durch einigartig humorvolle Meldungen erstzte. Zum Beispiel PARMDEL: anstatt auf einen gelöschten Parameter hinzuweisen, hiess es plötzlich "Get some pastrami from the deli" (hole Pastrami vom Feinkostkändler).

Aber der beste Aprilscherz bestand aus einem offiziell aussehenden Memo von der Sicherheitsabteilung an jedem Arbeitsplatz, das den Angestellten anwies, die beiliegende Plakette mit der Barcode-Angestellen-ID sichtbar zu tragen. Ich schwöre, dass ich erst nach zwei oder drei Absätzen bemerkte, dass es der 1. April war.

Ich erinnere mich auch, dass Trevor Porter, der VMS-Projektleiter, von einem Ausflug nach Australien zurückkehrte und sein "Cubicle" komplett von allen Seiten geschlossen vorfand. Erstaunlich, was man mit einem Schraubenschlüssel und einem Schraubenzieher so alles um Mitternacht erreichen kann.

Haben Sie je den Monolog von Bruce Ellis (in Warp-Geschwindigkeit) über die Zusammenhänge von VMS-Datenstrukturen gehört? Das war ein Highlight der "Magic Night" bei DECUS.

Mein Lieblingsstück an subtilem Sinn für Humor aber liegt tief in den Eingeweiden des VMS-Codes. Sehen Sie sich in SYSGEN den Parameter TIMEPROMPTWAIT und insbesondere seine Einheit an. Dieser Parameter sollte eigentlich in Sekunden ausgedrückt werden. Das aber war für Dick Hustvedt zu banal, der ihn in Version 1 geschaffen hat. Statt Sekunden wählte er "microFortnights" (den millionsten Teil von zwei Wochen), was etwa 1,2 Sekunden entspricht.

Dick hat auch den Befehl "MOVAL R3,(R3)[R3]" in frühen Versionen des ASTDEL-Macro-Moduls entworfen, um die "Current Mode"-Bits des PSL zu replizieren. Wenn das keinen Sinn für Sie macht, müssen Sie mehr Zeit in den Innereien von VMS verbringen.

OpenVMS ist immer noch für seine grundsolide Zuverlässigkeit und unüberwindbare Sicherheit berühmt. Einige OpenVMS-Systeme messen ihre Laufzeit in Jahrzehnten. Es war für einige Kunden ein Schock, als sie ihre Systeme im Zuge von Y2K neu booten sollten - sie hatten vergessen, wie das geht! Vor einigen Jahren zog eine angesehene Gruppe, die Wettbewerbe um das Einbrechen in Systeme veranstaltet, OpenVMS als "unbreakable" aus dem Wettbewerb zurück.

Abschließend möchte ich anmerken, dass ich in den gesamten 35 Jahren zur VMS-Gruppe gehört habe. Und obwohl es nach all diesen Jahren immer noch erfolgreich ist, lohnt es sich, einen Blick zurück zu werfen, um seinen Platz in der Geschichte zu sehen. Auch wenn es nicht das erste Betriebssystem mit virtuellem Speicher war, so war es vermutlich das verbreitetste in den frühen Jahren der EDV. Es ist schon viel über VMS in Artikeln über Betriebssysteme geschrieben worden. Das verdanken wir allen, die damit bei Digital/COMPAQ/HP zu tun hatten, insbesondere aber seinen Pionieren, einschließlich Gordon Bell, Dave Cutler, Dick Hustvedt, Andy Goldstein und, jawohl, Ken Olsen. Ich bin immer stolz gewesen, ein kleiner Teil dieses Erbes gewesen zu sein.


Original auf www.openvms.org

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- InternetNews: OpenVMS ist 30, und immer noch stark
- InformationWeek: VMS Betriebssystem ist 30 Jahre alt; Kunden sind überzeugt, dass es für immer halten kann
- Enterprise Open Source Magazin: Happy Birthday, OpenVMS

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